Wer oder was ist Ahrar Tarabulus

Ahrar tarabulus ist eine humanitäre Hilfsorganisation, die ende März 2011 von uns, einer inzwischen 8 köpfigen, deutsch- libyschen Familie gegründet wurde.

 

Zunächst konzentrierte sich unsere Hilfe auf die zahlreichen Verletzten,   die  Djerba/ Tunesien erreichten. Keine einzige Organisation war hier tätig. Mit einem Mobiltelefon und einem Netbook organisierten wir erste Spenden aus Deutschland.

 

Eine Flüchtlingsberatungsstelle wurde mit Unterstützung von Muslime Helfen e.V. eingerichtet. Spender aus Libyen fanden sich zeitnah. Von dort aus war es uns möglich Unterkünfte zu vermitteln,  Lebensmittel und Medikamente auszugeben, ärztliche Behandlungen zu bezahlen sowie Familien finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. Auch Krankentransporte der Verletzten in andere Kliniken (oft hunderte Kilometer entfernt) organisierten und finanzierten wir.

 

Dieses Büro wurde im Juni 2011 von bewaffneten Regimeanhängern überfallen und zerstört, einige unserer Mitarbeiter wurden schwer verletzt. Niemand griff ein. Wir verließen noch in dieser Nacht unsere Unterkunft (diese wechselten wir aus Sicherheitsgründen seit dem alle paar Wochen). Am nächsten Tag richteten wir ein neues Büro ein. Der Flüchtlingsstrom wurde immer dichter...

 

Im Mai erreichten erste Kriegswaisenkinder ohne Begleitung die Grenzen zu Tunesien. Mit Hilfe von Muslime Helfen e.V. richteten wir an einem geheimen Ort in Tunesien und unter schwersten Bedingungen ein Flüchtlingskinderheim ein. DHL und Tunisair sowie Racing aid transportierten uns kostenlos von unseren Unterstützern in Deutschland gesammelte Hilfsgüter in großer Zahl. Im Juli 2011 erhielten wir schließlich offiziell  die Genehmigung und Registrierung als humanitäre Hilfsorganisation in Tunesien, nach dem Fall des Regimes erfolgte das ebenfalls in Libyen. 

 

Nach Ende des Krieges verlegten wir sämtliche Aktivitäten nach Libyen. Mitarbeiter unserer Büros brachten alle verbliebenen Hilfsgüter ins Kinderheim von Tripolis, welches wir bis heute unterstützen und gaben weiteres an Not leidende Menschen aus.

 

Geholfen wurde in den darauf folgenden Jahren auch in Tunesien, Syrien (mehrfach, medizinische Hilfsmittel und Verbandstoffe) sowie in Burkina Faso.

 

Weitere Büros entstanden neben der Hauptstelle in Tripolis in Tunesien/ Tunis, (Marokko in Vorbereitung)

 

Über unsere aktuelle Arbeit berichten wir seit einiger Zeit auf unserer anderen Homepage (s. Link)

 

http://libyerin.npage.de

 

 

Oben, Mai 2011 besuche in den Flüchtlingslagern und bei verletzten Rebellen in den Grenzregionen

Oben, das Flüchtlingskinderheim, ursprünglich war ein Objekt auf Zarzis bereits gemietet, nach dem Überfall auf unser Büro wechselten wir das Objekt. Bilder von Hilfstransporten nach Tripolis, Sep

oben, die ersten Hilfsaktionen für die Nafusa Region mitten im Krieg April/Mai 2011...unser erstes Büro ( eine angemietete Garage)...kurze Zeit später wurde es von Regimeanhängern überallen und zerstört

Büros von Ahrar Tarabulus entstehen um September/Oktober 2011 herum an verschiedenen Orten in Libyen, Hauptsitz Tripolis

Viele weitere Bilder und Informationen aus dieser Zeit,  finden sich auf unserer (ursprünglich privaten) Homepage, die wir hier mit angeben möchten....

  Weitere Hilfsprojekte und Aktionen aus Libyen sind dort zu finden...

 

http://libyerin.npage.de

 

 

 

    für manch einen mögen einige Einsätze klein erscheinen...in einem Land wie Tunesien, welches von einem giganitschen Flüchtlingsstrom regelrecht überrollt wurde,  Hilfe für Menschen in einem  Krieg  zu organisieren,  ist jedoch sehr mühsam. Oft hatten wir mit bedenklichen Lebensmittelengpässen zu kämpfen, in ganz Tunesien. Es gab zeitweise keine Milch, keinen Zucker...kaum Trinkwasser, unsere Lebensmittellieferungen haben wir von Tunesien aus nach Libyen geschickt (aus dem Ausland standen uns leider keine Großmengen zur verteilung zur Verfügung) und mussten dafür oft durch das ganze Land fahren, um alles zu bekommen, Benzin war stark rationiert...ausserdem konnten die Hilfen nur in kleineren Transportern über die Grenzen gebracht werden...oft sind sie gefahren, zurück gekehrt und haben gleich wieder beladen um erneut rein zu fahren...von den Verteilungen in Libyen gibt es  leider kaum Bildmaterial...ebenso gibt es kaum Bilder von den Hilfsgüterverteilungen auf Djerba. Viele Flüchtlinge erreichten uns in der Nacht...oft stand ich auf und packte Hilfspakete für die Familien, die meist mit vielen Kindern ankamen, darunter  fast immer Babys...keine Babymilch, keine Windeln...kein Geld...

Es ist nicht gestattet, die Frauen hier zu fotografieren...für uns kein Grund nicht zu helfen. Wir danken nochmals allen Spendern für ihr Vertrauen in uns und für die Unterstützung bei unserer wichtigen Arbeit