29.11.2016

28.11.2016

22.11.2016

 

Zusammenfassung unserer aktuellen Aktivitäten 

 - unterstützen Patienten eine ärztliche Behandlung im Ausland zu erhalten(bes. Kinder)

 

seit vielen Monaten fehlen wichtige Medikamente im ganzen Land (Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen gibt es oft gar nicht, entsprechende Abteilungen in den Kliniken sind zeitweise ganz geschlossen) Patienten fuhren mit  Angehörigen in kleinen Booten über das Mittelmeer.

 

- Verletzte aus Sirte werden ins Krankenhaus von Misrata transportiert um von dort zur Behandlung                     ausgeflogen zu werden (z.B. in die Türkei)

- geflohene Familien aus Sirte erhalten von uns Unterstützung (Unterkunft, Lebensmittelhilfe)

- Lebensmittelhilfe in Tripolis

- Kontrollen im Gefängnis Tripolis, fehlt etwas zur Versorgung helfen wir aus

- schlichten bei kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Stämmen in verschiedenen Teilen des             Landes

Mitarbeiter unserer Organisaton beobachten die Plätze, an denen die Migranten in See stechen und die Plätze an    denen einige von   ihnen bis dahin untergebracht sind. Wichtige Informationen und Notfälle erreichen so unser          Büro (siehe Bilder unten)

- Wohnprojekt für Migrantinnen und Kinder in Tripolis, (auf 8.000 m2) einiges ist noch anzuschaffen, seit Wochen luft   das Projekt nur mit dem allernötigsten. Die Liquiditätsproblematik der Banken erlaubt keine größeren Abhebungen,   mehrmals standen wir bereits vor der Frage ob wir das Projekt noch fortführen können.

 

Diese Bilder stammen, wie man sieht, von unterschiedlichen Plätzen. Das zeigt, wie verschieden die Menschen untergebracht sind.

Provisorische Einrichtungen, wie die gezeigten, bieten diesen Menschen jedoch KEINE SICHERHEIT.

 

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist schlecht, medizinische Versorgung fehlt komplett.

BABYNAHRUNG gibt es NICHT.

 

Für uns als libysche Organisation gibt es eine besondere Schwierigkeit.

 

Die libysche Bevölkerung selbst hat seit vielen Monaten große Probleme, besonders durch die Liquiditätsproblematik im Land. Die Lebensmittelpreise sind im ganzen Land stark angestiegen.

 

Innerhalb Libyens sind immer noch libysche Staatsbürger auf der Flucht und auf Hilfe angewiesen.  

Medizinische Versorgung stößt wegen fehlender Medikamente an ihre Grenzen. Impfstoffe sind nicht immer überall verfügbar. Viele reisen nach Tunesien wenn eine Behandlung nötig ist. Die Wechselkurse zwingen die Menchen in die Knie.

 

Jetzt um Geld für Flüchtlinge zu bitten, wo die Menschen selbst in größten Schwierigkeiten sind und Hilfe benötigen  ist ausgeschlossen.

Daher sind wir im Moment auf Hilfe unserer Kollegen und Partner aus dem Ausland angewiesen.

Ich habe nur einen kleinen Teil unseres  Bildmaterials hochgeladen, welches einem aber einen Eindruck von dem geben kann, was hier wirklich los ist.... ich denke diese Bilder sprechen für sich selbst...

 

20.11.2016

http://www.amnesty.eu/content/assets/Reports_and_Briefings_2015/Libya_is_full_of_cruelty.pdf

 

Berichte wie diesen findet man leider sehr viele und das seit Jahren.

Trotz allem gibt es bis heute KEINE sicheren Einrichtungen für Frauen und Kinder im Land.

Bei unserer Arbeit stehen wir in engem Kontakt mit anderen Organisationen und Regierungen. NIEMAND ist bisher bereit oder

in der Lage, unser bereits ausgearbeitetes und vorbereitetes (im Prinzip einsatzbereites) Projekt zu unterstützen, welches

Sicherheit für diesen Personenkreis bietet. Allein in Deutschland befinden sich noch viele Millionen aus Libyen, die seit dem

Beginn des Bürgerkrieges 2011 dort gesperrt wurden. Humanitären Projekten und Wiederaufbau sollte es dienen, bisher sieht

man davon Landesweit nichts. 

Die Liquiditätsprobleme der Banken im Land machen Privatpersonen und Organisationen die Arbeit sehr schwer. 

Die Migranten, besonders Frauen und Kinder, werden mehrfach zu Opfern.

 

Bei den unten angeführten Befragten handelt es sich lediglich um einen Bruchteil der sich im Libyen befindenden Flüchtlinge,

wie den Medien zu entnehmen ist, befinden sich Hunderttausende im Land...viele davon sind jedoch nirgendwo erfasst...

18.11.2016

 

da ich gerade bis zum Hals in Arbeit zu dem Flüchtlingsprojekt stecke, möchte ich einen Link einstellen. Bei diesem

Artikel sollten sich einem die Nackenhaare aufstellen, besonders wenn man bedenkt, das Libyen NIE die 

Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet hat die u.a. folgendes beinhaltet:

 

- Schutz vor Diskriminierung wegen Rasse, Religion oder Herkunftsland 

– Religionsfreiheit  wobei hier nur das sog. Gebot der Inländergleichbehandlung gilt, d. h. Flüchtlinge und  Staatsbürger werden      in ihrer Religionsfreiheit gleichgestellt; Einschränkungen für Staatsbürger dürfen dann  auch für Flüchtlinge gelten.

- freier Zugang zu den Gerichten 

- Ausstellung eines Reiseausweises für Flüchtlinge

- Straffreiheit der illegalen Einreise, sofern der Flüchtling sich umgehend bei den Behörden meldet und er  unmittelbar aus dem      Fluchtland kam 

- Schutz vor Ausweisung

- Insgesamt gewähren die Vertragsstaaten einem Flüchtling weitgehend die gleichen Rechte wie Ausländern im  Allgemeinen; ein    Flüchtling darf also nicht als „Ausländer 2. Klasse“ behandelt werden.

Unterlagen mit erschütternden Berichten von Frauen und Jugendlichen stapeln sich auf meinem Tisch und auf den  Tischen vieler Kollegen. 

Meiner Ansicht nach lässt sich die Lösung dieses Flüchtlingsproblems nur in den Herkunftsländern finden! Nicht in Europa und auch ganz sicher nicht in Nordafrika. Durch das schließen der Balkanroute lenkte man bewußt einen gewaltigen Flüchtlingsstrom nach Nordafrika in der annahme, man könne die Regierungen unter Druck bringen dieses gigantische Lager dort zu errichten (s. Bericht im Link oben).